Madagaskar

Der Coton de Tuléar - wenig ist über seine Herkunft bekannt -, und bis heute ist diese Rasse in ihrer Ursprünglichkeit auf Madagaskar zu finden. Neben seinem bezaubernden Aussehen finden wir eine ganze Menge Verhaltenszüge am Coton, die nicht allen Kleinhunderassen eigen sind. 

Sicherlich ist der Coton de Tulear eine Alarmanlage auf vier Pfoten, und kaum einem Cotonbesitzer wird es jemals gelingen, sein Grundstück unbemerkt zu betreten - nur ist er eben kein " Kläffer ". Angeschlagen wird immer dann, wenn er alleine ist oder für ihn völlig fremde Personen kommen - aber nur kurz bis zur Kontaktaufnahme. Danach geht er sofort seiner gewohnten, stets freundlichen Art nach und kümmert sich nur noch nach Aufforderung um den Besuch. Sein Grundwesen ist ruhig und ausgeglichen.

Besonders hervorzuheben ist seine Robustheit; er ist kein "Modehund" und wird  hoffentlich auch nie einer werden. Cotons haben auf Abruf eine nicht zu unterschätzende Energie. Zu jeder Zeit wird ein Coton in Sekunden von 0 auf 100 aufdrehen, im Spiel sowie auch beim Spazieren gehen. Beendet man dieses Spiel, so ist er geanu so schnell wieder auf 0 herunter.

Ein herausragender Wesenszug des Cotons ist es, " immer " gute Laune zu haben. Cotons sind stets für einen Streich bereit. Womit man sich auseinander setzen muss, ist ihre Anhänglichkeit. Sie suchen ständig den Kontakt zu ihren Menschen, versuchen im Haus und Garten überall dabei zu sein. Ruht man sich ein paar Minuten auf der Couch oder im Garten aus , dann liegen sie auf dem Schoß und das mit einer absolut gelassenen Selbstverständlichkeit. Wem diese Anhänglichkeit nicht gefällt, der sollte Abstand von einem Coton nehmen.  

Ein Coton de Tuléar läuft beim Spaziergang nicht weg, er entfernt sich nur unwesentlich von seinem " Menschenrudel " und behält dieses ständig im Auge.

Etwas aufwändig - wenn auch nicht sehr zeitraubend - ist die Fellpflege. An seinem Fell wird nie herumgeschnitten. Gerade das lange, dichte baumwollartige Haar gehört zu den rassetypischen Merkmalen des Cotons - wie der Name schon sagt. Wenn man es sich zur Gewohnheit werden lässt, ihn täglich zu bürsten , wird man kaum Probleme haben - vernachlässigt man dies, wird man Stunden verbringen, bis die Filzknoten wieder entfernt sind.

Leider gibt es durch Vernachlässigung der Fellpflege auch geschorene Cotons. Es ist aber nicht nötig, sein Fell ( Haare ) besonders zu schonen, er darf alles, auch bei Regenwetter spazieren gehen......... wird er wieder trocken, ist er wieder sauber. Cotons sind sehr strapazierfähig und ausdauernd.

Die Rasse ist erst seit 1970 von der FCI anerkannt worden und deshalb noch recht ursprünglich. Mit einer Größe von 22 - 30 cm und einem Gewicht bis max. 6 kg ein echter Kleinhund. Seine Fellfarbe ist weiß --- und Achtung: auch die schön gefleckten Welpen werden weiß! Wichtig ist, dass sie ein gutes Pigment haben - auch für ihre Gesundheit. Die Nase sollte immer ganz schwarz sein.

An Erbkrankheiten ist nicht viel bekannt. Alle Züchter im CTV müssen ihre Zuchttiere auf Augenerkrankungen und Knieproblemen ( PL - Untersuchung ) untersuchen lassen. Seit Januar 2005 machen die Züchter des CTV freiwillig eine HD - Untersuchung der Hüften. In den letzten Jahren der Zucht wurde festgestellt, dass HD bei unseren Cotons kein Problem darstellt.

Der Coton de Tuléar ist ein sehr gut geeigneter Familienhund, der hervorragend mit Kindern und anderen Tieren zu Recht kommt. Wie schon erwähnt, ist er kein Hund, den man den ganzen Tag alleine lassen kann, und deshalb sind Cotons für ganztags Berufstätige nicht geeignet. 

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